EU-Schlachtrindermarkt: Höherwertige Jungtiere schwierig zu vermarkten

Österreich: Stierpreise stehen im Export unter Druck.

Wien, 22. Jänner 2018 (aiz.info). - Am europäischen Schlachtrindermarkt übersteigt bei Jungstieren das eher knappe Angebot den Bedarf. Speziell höherwertige Jungstiere sind schwierig zu vermarkten. Die Preise sind hier rückläufig. Bei den Schlachtkühen können sich die Notierungen infolge des knappen Angebotes gerade noch behaupten.

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren, Ochsen und Kalbinnen für diese Jahreszeit ausreichend, teilt die Rinderbörse mit. Speziell beim Export von Jungstieren sind die Preise unter Druck. Im heimischen Lebensmitteleinzelhandel fehlen derzeit die Impulse in der Vermarktung von Jungstieren. Die Preise sind im Inland rückläufig. Bei Schlachtkühen steht ein etwas höheres Aufkommen einer stabilen Nachfrage gegenüber. Mit der Schlachthofbranche konnte bisher noch keine Einigung über die Preisbildung erzielt werden. Im Bereich Schlachtkälber trifft ein normales Angebot auf eine etwas ruhigere Nachfrage, die Notierungen bleiben stabil.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Jungstieren der Handelsklasse R2/3 einen geringeren Basispreis von 3,74 Euro netto/kg Schlachtgewicht und bei Kalbinnen 3,22 Euro. Die Schlachtkühe-Notierung dürfte mit 2,52 Euro stabil bleiben und für Schlachtkälber werden 6,15 Euro erwartet. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.